In ihrer Ausstellung „Memorys“ widmet sich die Künstlerin einer besonderen Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ausgangspunkt der Werkreihe sind Bilder, die einst von ihrem Vater gemalt wurden. Roth nimmt diese Werke jedoch nicht einfach als Vorlage, sie lässt sie durch ihre eigene Bildsprache neu entstehen.
Mit kräftigen Farben, goldenen Akzenten und einer lebendigen, teils expressiven Gestaltung interpretiert sie die ursprünglichen Motive auf ihre ganz eigene Weise. Dabei entsteht kein Abbild der väterlichen Werke, sondern deren stilistisches Äquivalent: eine persönliche künstlerische Antwort auf Bilder, die bereits eine Geschichte in sich tragen.
So werden aus den ursprünglichen Erinnerungen neue Bilder, bunt, leuchtend und voller Leben. Was einst aus den Erinnerungen ihres Vaters heraus entstand, erhält durch Michelle Roth eine neue Perspektive und damit ein eigenes künstlerisches Leben.
„Memorys“ erzählt deshalb nicht nur von Vergangenem. Die Ausstellung zeigt, wie Erinnerungen sich verändern können, wenn sie durch die Augen eines anderen Menschen betrachtet werden und wie aus einem bestehenden Bild etwas vollkommen Eigenes entstehen kann.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung im FZZ sind:
Mo: 10 — 16 Uhr, Di — Do: 10 — 22 Uhr, Fr/Sa/So: bei Veranstaltungen und nach Absprache.
Dauer der Ausstellung: 07.11.– 17.12.2026.
